Welche Start-ups sind erfolgreich und was ist das Schwierige bei der Digitalisierung?

Matthias Friese entwickelt als Company Builder der XPRESS Ventures in Serie Start-ups im Auftrag des Logistikunternehmens FIEGE Logistik Stiftung & Co. KG. Seine Welt sind die Inkubatoren der Ideen. Er setzt Innovationsprojekte um und entwickelt praxisnah neue Konzepte und Geschäftsmodelle.

„Eine geile Company ist erst mal ein geiles Gründerteam. Wir investieren erst mal in Teams, nicht in Ideen. Wir gucken uns ganz genau an, wer sind die Menschen dahinter, was sind ihre Ziele, was ist ihre Missionen.“ Seiner Erfahrung nach sind vor allem die Teams erfolgreich, die verstanden haben, dass sie bereits in einer ganz frühen Phase der Ideenentwicklung wissen müssen, woher das Produkt kommt, was sie disruptieren wollen.

Friese spricht aus Erfahrung. Seit mehr als 10 Jahren ist er als Seriengründer in der Start-up-Szene aktiv. Seit 2019 verantwortet er den erfolgreichen Company Builder Xpress Ventures des Kontraktlogistik-Anbieters FIEGE Logistik Stiftung & Co.KG. Die Ideenentwicklung wird von Xpress Ventures intensiv über sechs bis sieben Monate begleitet. Die Zeiten bis zur Firmengründung sind eng bemessen, es dauert maximal 10 Monate.

Disruptive Prozesse sind für Matthias Friese nichts Neues. „Automatisierung, Industrialisierung, Mechanisierung und jetzt kommt die Digitalisierung“, stellt Friese fest. Aus seiner Sicht ist auch nicht die Digitalisierung die Schwierigkeit, sondern die Schnelligkeit, die sie mit sich bringt.

„Es gibt viele tolle Technologien in Deutschland“, sagt Friese, „wir haben das alles vor der Haustür und nutzen es nicht.“ Die Geschwindigkeit und Kombination der Nutzung dessen, was wir haben, ist ein wichtiger Vorteil, den wir in Deutschland mehr nutzen sollten, damit noch mehr Firmen es schaffen sich mit neuen Geschäftsmodellen zukunftsweisend aufzustellen.